190511 MeetingLausanne Flueck Stalder Stalder11.05.19 - Bei ordentlichen Bedingungen zeigten die Sprinter des TVL am Memorial Luginbühl in Lausanne über 300 Meter bereits sehr erfreuliche Leistungen.

Ganz unterschiedlich waren die Ziele der TVL Vertreter. Nick Stalder, im Vorfeld längere Zeit verletzt und unmittelbar vor dem Wettkampf fast eine Woche krank, absolvierte diesen ersten Wettkampf mehr oder weniger als Training unter Wettkampfbedingungen. Youngster Moritz Stuker hat mehr Weitsprung als Langsprinterfahrung und daher seinen Focus darauf gerichtet, diese für ihn unbekannte Distanz mal vorerst gut zu bewältigen. 

In der ersten und stärksten Serie begegneten fünf Vertreter des TVL zwei starken Sprintern aus Bulle und einem Sprinter aus Lausanne. Eine sehr starke 8er Serie mit einem spannenden Rennverlauf. Hätte es in dieser Serie eine Teamwertung gegeben, der TVL hätte diese gewonnen. Aber darum ging es ja nicht! Der letztjährige Saisonschnellste über 400m, Charles Devantay, überraschte mit einem überragenden Lauf und mit herausragenden 33.02 Sek. Damit übernimmt er die Spitzenposition in der Schweizer Bestenliste. Erstmals in den Farben des TVL startete Luca Flück. Wobei, korrekt ist diese Bemerkung nicht. Luca startete im Promodress von Nike und daher nicht in den Farben des TVL. Für ihn sollte das Rennen in Lausanne eher eine Standortbestimmung sein. Er beschleunigte mit hoher Schrittfrequenz. Das braucht viel Kraft, die auf den letzten 50 Metern dann etwas fehlte. Nach 80m Renndistanz fand er seinen Rhythmus, entsprechend zeigte er eine starke Kurve. Eingangs Zielgerade beschleunigte Devantay, der überraschte Flück konnte nur verzögert kontern. Dank dann guten letzten 60 Metern stoppten die Uhren für ihn erfreuliche 33.81 Sek. Das ist seine zweitbeste je gelaufene Zeit, Rang 4 in der aktuellen Schweizer Bestenliste und Rang 5 in der Bestenliste aller Zeiten des TVL. Wahrlich ein gelungener Einstand für Luca. 

In dieser Starken Serie klassierte sich TimStalder direkt hinter Luca als Dritter. Seine Zeit 34.73 Sek. Nur einmal bisher war Tim schneller unterwegs. Auch für ihn eine Schweizer Top 10 Leistung inmitten wohlklingender Namen wie Brand, Petrucciani, Bonvin, Ryan Wyss und Flück. Er hielt in der ersten Rennhälfte bewusst etwas zurück. Eine anstrengende Woche mit hohen intellektuellen Belastungen in Zürich und ein knallhartes Staffeltraining mit der U23 Nationalstaffel hielten ihn trotzdem nicht davon ab, einen wirklich gelungenen Auftritt hinzulegen. Alles war in Lausanne zeigte, war so solide, dass er mit viel Zuversicht auf die kommende Saison schauen darf. Seine primäre Stärke, seine Grundschnelligkeit ist,  bei diesen Witterungsbedingungen verständlich, noch nicht optimal ausgebildet. Sein Stehvermögen dagegen ist immer wieder schlicht überraschend. 

Als Fünfter der Serie lief Timo Castrini mit neuer Bestleistung von 35.71 ins Ziel. Auch das eine Top 10 Leistung bei den U20. Der Kurzsprinter Castrini ist momentan den Anforderungen anspruchsvoller Wettkämpfe noch nicht gewachsen, gleichzeitig braucht er sie, um ihnen in absehbarer Zeit gewachsen zu sein. Sein Auftritt war, was Sprinttechnik und kämpferischer Einsatz anbelangt, überzeugend. Nach einigen sehr schnellen Rennen in nächster Zeit, wird er wohl im Ziel noch deutlich schneller und ebenso deutlich weniger erschöpft sein. 

Yves Maritz, zur Zeit im Zivildienst und daher mit reduziertem Trainingsumfang, überrascht in Lausanne mit einem technisch überzeugenden Lauf und einer Zeit nur gerade mal 3/10 hinter seiner Bestleistung. Eine höchst erfreuliche Überraschung. Er hat mehr Kraft und wirkt trotzdem leichtfüssig und agil. 

Nick Stalder, wie erwähnt, nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, überzeugte in diesem Lauf mit einer soliden Sprintleistung. Man sah, er hatte nicht die nötige Power, um jeden seiner Schritte mit den gewohnten Impulsen zu versehen. Was er in Lausanne trotzdem zeigte, ist umso erstaunlicher. Er wird es geniessen, wenn er demnächst wieder, wie letztes Jahr vorneweg laufen kann. 

Moritz Stuker möchte in diesem Sommer vor allem auch über die Langhürden brillieren. Dafür braucht es viel Kraftausdauer, Stehvermögen und Schnelligkeit. Sein Lauf, sein erster 300er überhaupt, ist mehr als gelungen. Er startete in der noch immer sehr schnellen zweiten Serie. Er hatte wohl etwas Respekt vor den erfahreneren Gegner und der Distanz. Jedenfalls lief er die ersten 220 Meter einfach mal mit. Technisch war er wohl der stärkste, läuferisch nicht ganz. Als er auf der Zielgeraden merkte, dass die Gegner nachliessen und er noch Reserven hatte, dreht er auf und er hätte beinahe die Spitze der Serie noch erreicht. Mit seinen 36.30 Sek. hat er die Erwartungen bereits im ersten Wettkampf erfüllt. Damit steht er in der Schweizer Bestenliste auf Rang 6 mit der exakt selben Zeit, die Simon Gerber im Vorjahr an gleicher Stätte erzielt hat. Zur Erinnerung, Simon stand dann an den Schweizer Meisterschaften auf dem Podest.        

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