190803 CITIUS Sina Sprecher03.08.19 - Bei idealen Bedingungen hat das OK unter anderen mit Alain Croisier, Matyas Kobrehel, Andreas Ritz, Kevin Fehlmann, Daniela Schlatter, Ramona Bachem ein Top Meeting organisiert. Auch wenn der Zuschaueraufmarsch nicht ganz den Erwartungen entsprochen hat, herrschte rund um das bestens vorbereitete Leichtathletik-Stadion eine sehr gute Stimmung. Was da geleistet wurde verdient höchste Anerkennung. Die zahlreich anwesende Prominenz hat entsprechend die Macher des Meetings mit viel Lob bedacht. 
Die Leistungen der TVL Athletinnen und TVL Athleten waren durchwegs gut. Für die meisten Startenden war das Meeting der Einstieg in die zweite Saisonhälfte. Sie kamen aus einer Trainingspause bzw. einem Trainingslager in St. Moritz.
Der TVL lud über 50 seiner Mitglieder zum Meeting ein und offerierte direkt vor dem Hauptprogramm einen Apéro im Innenraum der Rundbahn. Für Viele war diese eine gute Gelegenheit, Kontakte früherer Zeiten wieder aufzufrischen oder neue zu knüpfen.

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Über 200m waren drei TVL Athleten in der zweiten Serie zu sehen. Während die erste Serie noch von 1.8 m/sek. Rückenwind begünstigt war, bedeuteten 0.3 m/sek. Gegenwind eine kleine Benachteiligung für die 2. Serie. Silvan Lutz gewann die „Vereinswertung“ als Seriendritter mit 22.34 Sek., Ralf Kurath wurde mit 22.49 Sek. Vierter und Timo Castrini mit 22.85 Sek. Fünfter. Silvan startete in seinem ersten Rennen nach einer Verletzungspause sehr gut, die zweite Kurvenhälfte gestaltete er sichtbar zurückhaltend. Nachteil, man kann auf der Zielgeraden nicht einfach das Tempo halten, sondern man muss nochmals beschleunigen. Das gelang, auf der Zielgeraden konnte man dann seinen effizienten und raumgreifenden Schritt beobachten. Einstieg in die zweite Saisonhälfte gelungen. Ralf schien sich in der Kurve ebenfalls noch nicht ganz wohl zu fühlen. Es fehlte an Impuls-Power. Timo betrachtete den 200er als Vorbereitung für den Kurzsprint. Verhaltender Start, Kurve technisch ok aber nicht im „Angriffmodus“, Zielgerade etwas verwaltend. Die dritte Serie wurde von Yves Maritz gewonnen. Seine Zeit von 22.69“ ist seine Drittbeste je gelaufene Zeit. Seriensieg und Beinahe PB. Passt! Nach einer starken Kurve musste er auf der Zielgeraden nicht nur gegen Gegner sondern auch um Lockerheit kämpfen. 

Im Kurzsprint über 100m lief Timo Castrini mit 11.35 Sek. ein gutes Rennen. Nach „verschlafenem“ Start konnte er endlich wieder einmal über die Bahn „trommeln“. Er wird sich auf die nächsten Wettkampfeinsätze freuen. Bei den Frauen startete Anna Rotter bei leichtem Gegenwind über 100m. In der dritten Serie wurde sie mit 13.04 Sek. Vierte. Nur einmal war sie dieses schon Jahr schneller unterwegs. 

Über 400m startete Simon Gerber in der zweiten Serie mit grossem Respekt vor der Bahnrunde. Eingangs Zielgeraden durfte er dann feststellen, dass erstmals in dieser Saison die Reserven gut ausreichten, um eine gerberische Zielgerade zu laufen. Kein Einbrechen, sondern feine Technik und noch genügend Energie trugen zu 52.60 Sek. bei, was bedeutete, dass die zweite Rennhälfte nur unwesentlich langsamer war als die erste. Luca Flück hatte in seiner Serie mit Martyn Rooney, Europameister 2014, und zwei weiteren 45er Sprinter exzellente Gegner. Vorweg, er lief ein gutes Rennen. Es hätte noch besser enden können, wenn es ihm gelungen wäre, auf den ersten 200 Metern entspannter zu laufen. Er könnte das! Das Tempo war gut, die Taktik war gut, die Einteilung der Kräfte war gut. Luca ist derzeit in der Lage, das für 46er Zeiten notwendige Anfangstempo locker mitzugehen. Tut er das, wird er dafür belohnt werden. Seine Zeit in Bern 47.53 Sek. 

Im überragend besetzten 600 Meter Rennen der Frauen lief Sina Sprecher dem Feld etwas hinterher. Da hätte man denken können, sie wäre nicht so toll gelaufen. Aber es war eine überragende Leistung. Das Feld war auf U20 Europameisterin Delia Sclabas zugeschnitten. Neben dieser war Sina die einzige Schweizerin im Feld. Die Konkurrentinnen waren allesamt europäische Spitzenklasse. So kam es, dass Sina relativ unbeachtet mit 1.30.41 Min. ihre persönliche Bestleistung um 2 Sek. verbessern konnte und gemäss IAAF (1044 Punkte) die stärkste Leistung zeigte, die sie je, egal über welche Distanz, erzielt hat. Hut ab vor dieser Leistung.   

Über 800m durfte Aarno Liebl, Jahrgang 2005, in der 3. Serie in einem inspirierenden Umfeld mitlaufen. Er konnte verständlicherweise nicht mit den starken Läufern an der Spitze mitfighten. Aber er nutzte die Chance und lief mit 2.03.61 Min. auf Rang vier der Schweizer U16-Bestenliste. Er liess sich zu keinem Zeitpunkt des Rennens durch die schnelle Gangart an der Spitze irritieren. Gleichmässig wie ein Routinier lief er seine beiden Runden im Wissen, dass für einmal nicht der Rang sondern die Zeit im Vordergrund stand. 

Pascal Furtwängler, am Vortag von St. Moritz zurückgekehrt stand im internationalen 800er-Feld vor einer schwierigen Aufgabe. Zwei Schweizer und zwölf international bekannte Mittelstreckenläufer aus 10 Ländern kämpften auf den zwei Bahnrunden im zum Teil sehr kompakt laufenden Feld um Ränge und vor allem um gute Zeiten. Pascal hielt sich im Feld, darauf bedacht nicht eingeschlossen oder in Rempeleien verwickelt zu werden in einer Art eng aneinandergereihten Verfolgergruppe. Das braucht Kraft, vor allem wenn das Tempo nicht gleichmässig hoch ist. Vorneweg mit beträchtlichem Vorsprung lief Saeed Hassan vermeintlich einem sicheren Sieg entgegen. Topstar Marcin Lewandowski musst seine ganze Klasse aufbieten, um mit einem fulminanten Endspurt zum Sieg zu sprinten. Sieben Hunderstel war sein Vorsprung, nicht wirklich als Unterschied sichtbar. Pascal war auf der Zielgeraden nicht wie gewohnt „unwiderstehlich“. Seine Zeit 1.49.03 Min. bedeute persönliche Saisonbestleistung und ein gelungener Auftakt für die Meisterschaftsphase. 

Über 3000m überzeugte Kiflay Mengestabe mit einem 7. Rang und 8.39.64. Das bringt ihn auf Rang 18 der Schweizer Bestenliste. Zur Erinnerung, vor diesem Rennen war sein Personal Best bei 9.26.36. Eine eindrückliche Steigerung. An der Spitze der Serie hätte sich Lukas Marti von diesem Rennen noch etwas mehr erhofft. Auch er kehrte am Vortag aus St. Moritz zurück. Seine 8.29.46 sind eine respektable Zeit. Er misst sich und er wird neuerdings an seinen überragenden 8.24.23 Min gemessen. Der Abstand zu Max Studer und Thomas Gmür, den beiden Läufern an der Spitze, war einfach zu gross um in der Schlussphase des Rennes „mitgezogen“ zu werden. Hinter Lukas reihten sich mit kleineren Abständen weitere achtzehn Gegner ein. 

Deutsche Meisterschaften in Berlin 

Im Olympiastadion in Berlin durfte Hendrik Engel über 3x1000 Meter eine Deutsche Meisterschaft feiern. Mit der LG farblex Nord-Schwarzwald gelang dem Trio mit Denis Bäumle, Hendrik Engel und Timo Benitz die Titelverteidigung mit einer Zeit von 7.13.67. Zum Vergleich, 2017 wurden Engel, Ramseier und Furtwängler an der Staffel SM mit 7.25.07 Schweizer Meister. Im Einzelrennen über 800 Meter, für das sich Hendrik überraschenderweise qualifizieren konnte, lief er im Halbfinal mit 1.52.33 auf den 6. Rang. Der TVL gratuliert seinem „Deutschen Meister“ sehr gerne. 

 

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