200826 La C d F HendrikEngel26.08.2020 - Die Mittelstrecken-Garde von Länggasse Leichtathletik hat sich in La Chaux-de-Fonds im Rahmen ihres Aufbaus für die Schweizer Meisterschaften über 400 Meter an den Start gewagt. Die Bahn ist schnell aber rasch ist es im Jura-Städtchen ungewohnt kühl. So war es auch an diesem Mittwochabend. Es herrschte ein kühler Wind und stört nicht nur im Rennen auf der Bahnrunde, sondern auch in der unmittelbaren Vorbereitung oder in der Pause zwischen zwei Läufen. Trotzdem lassen sich die Resultate sehen.

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Unter Berücksichtigung der schwierigen Verhältnisse, sind die Resultate erstaunlich solide. Sina Sprecher beteiligte sich an zwei Wettbewerben. Über 200m lief sie in der zweitstärksten Serie einen ungefährdeten Sieg. 25.98 Sekunden brauchte sie dafür, eine starke Leistung. Ihre persönliche Bestleistung ist gerade Mal 2/100 schneller. Technisch war der Lauf gut anzusehen. Unter den Mittelstrecken Spezialistinnen ist sie hier ohnehin auffällig stark. Über 400m gewann sie ihre Serie in 56.18 Sek. letztlich ebenfalls deutlich vor der Französin Anais Lufutucu. Das ist eine gute Zeit, nur unwesentlich langsamer als ihre Saisonbestleistung. Auch über diese Distanz machte sich technisch einen sehr guten Eindruck auch wenn man sich in den entscheidenden Phasen bei der Startbeschleunigung und auf den letzten 30 Metern noch etwas mehr Elastizität wünschen würde.  

Als stärkster Vertreter der Berner Delegation bei den Männern war an diesem Abend Hendrik Engel am Start. Er fühlte sich in den letzten Wochen nicht schnellkräftig und vor allem nicht so «säureresistent», wie er es sich gewohnt ist. Entsprechend skeptisch blickte er diesem, von Peter Mathys intelligent geplanten Langsprint-Abenteuer entgegen. Er wäre selbst für einen Berner Spätsommerabend zu knapp gekleidet gewesen und so war er am Start auf 1000 Meter Höhe, bei einer markanten Verzögerung im Zeitplan und dem sehr frischen Wind, nicht in optimaler Betriebstemperatur. Trotzdem gelang ihm ein gutes Rennen. Er musste seine Kräfte gut einteilen, um nicht zu sehr in der Säure laufen zu müssen. Das ist ihm gelungen. Er wurde mit 50.95 Sek. Serienzweiter. Das ist seine drittbeste je gelaufene Zeit. Geht doch!

Pascal Furtwängler hatte in der bestbesetzten Serie starke Gegner. Charles Devantay, einer der stärksten Schweizer 400m Läufer, gewann die Serie in 47.56 Sek. Das ist ok. Felix Svensson ein ausserordentlich starker Kurzsprinter wagte ebenfalls eine Bahnrunde und er lief mit 46.68 Sek. eine Überraschung. Pascal konnte mit diesen beiden nicht mithalten. Verständlich! Die zwei Franzosen in seiner Serie waren geeignetere Gegner, die aber vor allem auf den ersten 200m die besseren Sprinter waren. Pascals letzte 40m waren ein Härtetest. Mit seinen 51.55 Sek. dürfte er nicht ganz zufrieden sein. Ein kluges Investment im Hinblick auf die Meisterschaften war es allemal. 

Alain Croisier erzielte mit 52.92 Sek. eine ordentliche Zeit. Er ist ein Spezialist für längere Strecken geworden. Trotzdem hat er auf dieser kürzeren Strecke nur wenig an Speed und Sprintfähigkeit eingebüsst. Seine Bahnrunde ist der Beweis für eine gute Form. Er läuft technisch fein, mit ökonomischem Schritt. Für eine herausragende Zeit reicht die pure Schnellkraft allerdings nicht ganz. Aber auch er dürfte mit Blick auf die Verhältnisse positiv gestimmt auf die kommenden Wettkämpfe schauen. 

 

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