...wurde uns nicht zum Verhängnis. Aber es war ein erduldeter, weil selbstverschuldeter, Erfolg. Am Schluss stand ein Spiel zu Buche, das uns folgende Erkenntnisse bescherte:

  • von allein geht nur wenig. Bei Vollgas kommt GAAAAAANZ Viel! (25:9 im ersten, 25:14 im Dritten)
  • der TVL kann problemlos in Vollbesetzung antreten (und jeder setzt in jedem Spiel seine Füsse in die 81m2)
  • ein Ausrutscher kann problemlos korrigiert werden - dommage fromage

Was bot das Spiel? Die Legenden von Papiermühle hatten sich angekündigt. Ihr Aufgebot war mit unserem identisch - zumindest i.S. Mannstärke. 10 vs. 10 oder 4 vs. 4 auf den Ersatzbänken. Vopap mit der lauten "Rätsche" vielleicht ein paar Punkte vor dem TVL, der - je länger die Partie dauerte - mit lauten Kehlen den Lead übernahm. Auf dem Feld eine klare Rollenverteilung: Der TVL gewillt, gewollt, gepunktet. Die Gegenwehr bescheiden. Wir vermuteten ein strategisches Ablenkungsmanöver der erfahrenen Gäste. Im zweiten Gang ein paar Rochaden. Die anwesenden Fans - die später mit der Bewirtung der Sieger positiv auffallen sollten - bekamen den Eintritt neuer Kräfte zu sehen und konnten sich so von der enormen Breite des TVL-Kaders (der Gegner wechselte auch fleissig) vergegenwärtigen. Abwechslung hiess die Devise. An der Hackordnung änderte dies wenig, doch der Gegner konnte seine Punktezahl verdoppeln - 25:20.

Der dritte Umgang bestand seitens Länggasse im Versuch, mit der starting six eine Verjüngung des Kaders herbeizuführen. Dieses Vorhaben gelang. Sonnt aber wenig. Der überaus gut aufgelegte Aussenangreifer von Vopap, Julio, wusste zu überzeugen. Gepaart mit dem löchrigen Block und dem "Zündhölzli-Effekt" auf Seiten des TVL war man(n) sich plötzlich bewusst, dass ein Minimum an Technik, Taktik und Kraft wohl doch freigesetzt werden sollte, wenn die 3:0-Serie ihre Fortsetzung finden sollte. Zu spät, Satz drei vorbei.

Etwas angewurmt übernahm der TVL im folgenden Durchgang wieder das Diktat und schrieb einen kurzen, überzeugenden Satz. Zwei Extra-Notizen wert sicherlich die guten Services der alten Garde und - Eigenlob stinkt zwar, ist dem Schreibenden aber herzlich egal - der "Eibeiner hinge", der das Spiel besiegelte. Ansonsten sah man Lüku mit einer gefühlten 99% Attacke-Quote im 1. Satz. Und Lollo, dem die fehlenden Zähne zumindest konditionell nicht anzumerken waren. Tinu genoss in Anbetracht des 3er-Blocks in der Mitte ein gratis Finten-Training und wagte sich in die Nachbarsparte Handball. Merkten alle ausser dem Schiri. War aber auch der einzige Makel, sonst stand die Spielleitung ganau am richtigen Ort: Räumlich über dem Geschehen und sonst mit beiden Beinen auf dem Boden.

Wir stehen mit weiteren 3 Punkten da. 20 von 21 - das kann sich sehen lassen. Danke Sven für die flüssige Bescherung und den wahnwitzigen Snack. Zum Abschluss der Hinrunde gastieren wir noch beim VBC Seftigen. Wir freuen uns auf weitere Geschenke! 

 

Fürs Herrenteam, Tom