Den schlechten Vorzeichen getrotzt

Das Herrenteam startete nach der abgebrochenen Saison unter dreifach widirgen Vorzeichen. Erstens mussten wir in der unmittelbaren Saisonvorbereitung einen doppelten, nicht rückgängig zu machenden Ausfall verkraften: Chris packte seine (vielleicht letzte?) Chance, noch einmal höhere Ligen-Luft zu schnuppern und damit auch seine Koffer. Pesche musste aufgrund eines Unfalls die Segel streichen - und es bleibt leider die Befürchtung, es könnte seine gesamte Spielzeit kosten. Zweitens stand zum Auftakt ein Gegner auf dem Papier - und später dem Netz gegenüber - der seine ersten beiden Partien gewinnen konnte und über prall gefüllte jahrelange Volleykomptetenz in den Beinen hatte. Drittens fand das Team den Weg zu diesem Saisonauftakt in Münchenbuchsee der Schwierigkeit ausgesetzt, die Spielstätte überhaupt zu finden. Einige verstiegen sich gar zum Ansinnen, mit dem Bertreten einer Baustelle die Legalitäten des Privateigentums zu ritzen.

Schliesslich fand das Team (doch noch) zusammen und freute sich über ein fast komplettes Kader. Einzig Neuzugang Martin konnte den Auftakt nicht mitmachen. Die Turnhalle des Pädagogischen Zentrums für Hören und Sprache bot einen krassen Kontrast zum sonstigen, klösterlichen Umfeld - das wie erwähnt eine einzige Baustelle war. Coach Tinu war bemüht, aus dem 9er Kader eine starting six zu definieren. Er fand die richtige Mischung: Lüku und Timo auf aussen, Giorgio als Diagonalspieler, Tinu und Tom in der Mitte und Leo als Zuspieler erkämpften sich den ersten Satz. Vor allem mit den Services punktete der TVL. Begünstigt wurde der gelungene Start durch einen zu Beginn - offensichtlich durch die eigene Aufstellung - sichtlich verwirrten Gastgeber. Dass Münchenbuchsee c nicht umsonst die Ranglistenspitze ziert, zeigte sich im 2. Umgang. Nun warfen sie ihre geballte Offensivkraft in die Waagschale und wurden mit dem Satzausgleich belohnt. Da nützte auch die Hereinnahme von Fäbi für Lüku und die ersten Gehversuche von Hadi als Mittelblocker nichts. Zusätzlicher Wermutstropfen war Tom's als (unerklärlich) gehaltener Ball gepfiffener Angriff, der das 23:25 aus Sicht des TVL besiegelte. 

In erneut veränderter Formation - mit Hafiz trat der 9te Akteur auf Seiten der Länggässler auf die Bühne - war Leo die Aufgabe beschieden, das Spiel zu dirigieren. Zur Satzmitte hin war das gar nicht gefragt: Tinu setzte zu einer Serie an, die ihm ein Servicetraining in zweistelliger Höhe verschaffte. Am Netz setzt Hafiz nach Akklimatisierungsschwierigkeiten sein Visier richtg ein und verbuchte einige schöne Angriffspunkte. Das klare Verdikt zugunsten der beflügelten Stadtberner: 25:12. Die Euphorie galt es in den als gemeinhin schwierigsten vierten Durchgang hinüberzunehmen. Dies gelang vorzüglich - Giorgio setzte beispielsweise einen Ball longline auf die gefühlte imaginäre 1.5 Meter-Linie. Ein Offensiv-Bouquet beider Teams sorgte bei den zahlreichen Fans für gute Stimmung. In der money time liess sich weder Münchenbuchsee noch Länggasse vom anderen abschütteln, das Spiel wog hin und her. Mit dem besseren Ende für den TVL. Fortuna musste nicht bemüht werden, der tolle Service von Timo genügte für Punkt-, Satz- und Matchgewinn.

Der TVL hat den widrigen Vorzeichen getrotzt und mit einer vorzüglichen Partie die ersten Punkte ins Trockene gebracht. Alle haben sich Bestnoten verdient, individuell und als Team eine tadellose Leistung. Am Dienstag kommt es bereits zum nächsten Ernstkampf, um 20:45 gastiert Uni Bern in der Muristaldenhalle. Es sind weitere Höhenflüge gewünscht.

Fürs Herrenteam, Tom 

 

 

 

Das Damen 2 lässt die vergangene Saison kurz Revue passieren - weil sie ausserordentlich kurz war...

Neuer Trainer, neue Schiedsrichterinnen, neue Spielerinnen, neue Freundinnen, neues Spielsystem, neuer Präsenzrekord am Trainingsweekend und definitiv neuer Ehrgeiz. Diese Saison sollte so vieles neu sein. Doch alles kam anders, als wir es dachten. Einen Tag vor unserem ersten Volleyballmatch traf uns der Lockdown mit voller Wucht. Jäh wurde unsere Euphorie gestoppt. „Sooo schad! Mir wäred fix ufgstiege!“. Statt einem spannenden Ligakampf blieb uns nur der triste Corona-Alltag. Mit aller Kraft kämpften wir aber dagegen an. Unsere Trainings wandelten wir rasch in regelmässige Zoom-Workouts um. Fürs „Gmüet“ besorgten wir uns anstatt neue Volleyschuhe neue süsse Haustiere, oder gar eine neue Wohnung. Irgendwie war also doch alles neu. Hoffen wir nun, dass wir die Energie und Freude von dieser Saison in die nächste mitnehmen können, und lasst uns mit Zuversicht in die Zukunft schauen. Der Aufstieg ist nicht aufgehoben, nur aufgeschoben ;) 

2020-2021 ist also passé, die neue Spielzeit aber scheint planungsgemäss starten zu können. Damit uns das gelingt, suchen wir DICH:

Trainer*in gesucht

Unser Team ist gesellig, trainingswillig und ambitioniert. Wir spielen ein 6-2 und schielen auf den Aufstieg. Mit DIR zusammen möchten wir den Weg beschreiten. Interessiert? Dann melde dich bei Tanja (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). 

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